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| Inouk Demers (Kanada) | Chambre, vue für Klavier und Film (UA) mit Filmemacherin Anna Geyer (U.S.A) |
| Shintaro Imai (Japan) | Figure in Movement II für Klavier audio-visuelle Verarbeitungstechnik in Echtzeit(UA) |
| Oliver Schneller (Deutschland) | Track & Field für Klavier und live-generiertes Video (UA) |
| Kotoka Suzuki (Japan/Kanada) | Piano con moto für Klavier und Video (UA) mit Videokünstlerin Claudia Rohrmoser (Österreich) in Zusammenarbeit mit Rainer Kohlberger und Gerhard Daurer |
| Heather O'Donnell (U.S.A.), Pianistin & Projektkonzeption |
I. Idee
« Der Tag, an dem ein Komponist seine Gedanken in einer Schreibweise festhält, die dazu befähigt, den Klang und das Licht gleichermaßen zu notieren, wird uns näher an jene Vereinigung der Künste bringen, nach der wir seit jeher gestrebt haben… »
Vladimir Baranoff-Rossiné, 1925
Das Projekt Piano optophonique wendet sich einem Thema zu, das am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts eine ganze Generation von Künstlern beschäftigt hat: die Suche nach einer Synthese der Sinneswahrnehmungen im künstlerischen Ausdruck durch Werke, die die Grenzen der jeweiligen Genres überwinden. Diese Suche wurde mit großem Idealismus und im festen Glauben an den Fortschritt der Künste betrieben und öffnete neue Möglichkeiten für transzendente und synästhetische Kunstkonzeptionen.
Alexander Scrijabin und Vladimir Baranoff-Rossiné wählten das Klavier als Instrument, um eine Synthese zwischen dem Hör- und Augensinn zu erreichen. Skrijabin sah für die Aufführung seines Promethée ein tastiera per luce, ein Farbenklavier, vor. Baranoff-Rossiné, Pionier der synästhetischen Bewegung, entwarf das piano optophonique. Hier wurde Licht durch eingefärbte, spiralförmig in sich kreisende Glasscheiben projeziert, die in farblicher und rhythmischer Bewegung die Musik in den visuellen Bereich hinein transponieren sollte. Mit ihrem spektrophonen Klavier wandten sich Zdenek Pesanek und Erwin Schulhoff dem Versuch zu, mit Hilfe des Films eine audio-visuelle Skulptur zu schaffen - eine Idee, die sich bis hin zu Christian Marclays Video Quartet (2002) und Pierre Huyghes Light Box (2002) verfolgen läßt.
Um neue Perspektiven einer Synthese von Klang und bewegtem Bild im digitalen Zeitalter aufzuspüren sollen vier Komponisten/Klangkünstler, eine Filmemacherin, und eine Videokünstlerin damit beauftragt werden, neue Werke zu schaffen, die jeweils das Klavier, die Interpretin (und die körperlichen und mechanischen Aktionen der Klangerzeugung) und das projezierte Bild miteinander in Verbindung setzen. Die einzige konzeptuelle Auflage bei diesem Projekt ist, die auditive und visuelle Ebene im Sinne von Baranoff-Rossiné von Anfang an bewußt als einheitliches Ganzes aufzufassen, anstatt sie als zwei voneinander unabhängige Domänen zu denken.
II. Projektbeschreibung
Inouk Demers/ Anna Geyer
Chambre, vue (2005/06) für Klavier und Film (UA)
"This is the investigation, detailed yet illusive, of a room. It is also a presentation whose subject and object are anonymous. The sounds form a surface, pointing to something just underneath, barely sensed. Visual images intertwined through the music suggest a fleeting presence, or perhaps absence, of the inhabitant - our pianist."
(Inouk Demers)
Assistant Set Designer Tamara Zo Pollard
Assistant Director Kathy McVey
Principal Characters Christine Wilhelmy, Sandra Davis
Anna Geyer thanks:
Mrs. and Mr. Olmsted, for allowing us to shoot at the piano house,
Daniel Olmsted, Jim Austin, Eric Geyer, Aaron Ross, Tom Christopher
Inouk Demers thanks:
Matt Snyder, Sara Sumitani, Oliver Schneller.
Ausschnittes aus Anna Geyers Film
"ARADAPTOR
(I Feel So)"

Technik:
Beamer
4 Mikrofone
4 Lautsprecher
Mac G5 Computer
Shintaro Imai
Figure in Movement II (2006) für Klavier, audio-visuelle Verarbeitungstechnik in Echtzeit(UA)
Skizze aus "Figure in Movement II", Imai

"This piece was composed for piano and real-time audio/visual processing technique. During the piece, the motion of the performer's hands will be captured by a digital video camera and sent to the
computer. The video signal will be processed in real-time in various ways (programmed with Max/MSP/Jitter software), then projected to a screen. Additionally, elements from the piano and piano-based live-electronic sounds (such as spectrum, amplitude, attack etc.) will be sampeled and then applied to the visual image processing parameters. Thus, two very different components of piano performance, namely the physical and gestural movement of the hands on the keyboard, and the
resulting sounds of the piano, are « modulated » by one another on the screen.
This piece was realized at the Sonology Department of Kunitachi College of Music in Japan and at the Electronic Music Studio of TU Berlin, supported by DAAD Berlin."
(Shintaro Imai)
Technik:
2 Mikrofone
1 Beamer
1 Leinwand
2 Mac G5
1 Digitalkamera
5.1 Tonsystem
Oliver Schneller
Track & Field (2006)
Audio-visuelle Komposition für Klavier, vier Lautsprecher, Accessories und Videoprojektion
"In this world, there are two times. There is mechanical time and there is body time. The first is as rigid and metallic as a massive pendulum of iron that swings back and forth. The second squirms and wriggles like a bluefish in a bay. The first is unyielding, predetermined. The second makes up its mind as it goes along. […] This is a stretch of nerve fibers: seemingly continuous from a distance but disjointed close up, with microscopic gaps between fibers. Nervous action flows through one segment of time, abruptly stops, pauses, leaps through vacuum, and resumes in the neighboring segment. […] So tiny are the disconnections in time that the gaps between segments are practically imperceptible. After each restart of time, the new world looks just like the old."
- Alan Lightman, EINSTEIN'S DREAMS (1993)

Skizze aus "Track & Field" für Piano optophonique-Projekt, Oliver Schneller
Kotoka Suzuki/Claudia Rohrmoser/Rainer Kohlberger/Gerhard Daurer
Piano con moto (2006) für Klavier und Video
"In fünf kontinuierlichen "Movements" für Klavier, Elektronik und Video erhält die Pianistin Kontrolle über ein visuelles System. Daten aus einer Echtzeit Audioanalyse aktivieren einzelne Linien auf der großflächigen Videoprojektion.
Im Lauf des Stückes erhält die Pianistin einerseits improvisatorischen Freiraum, andererseits übernimmt zuweilen das Video die Rolle einer Partitur, indem chiffrierte Anweisungen für rhythmische und melodische Motive im Bild erscheinen.
Das Klangspektrum des Instruments wird durch elektronische Bearbeitung und mechanische Preparierung einzelner Register erweitert. Im Video spannt sich ein ästhetischer Bogen von synthetisch generierter Echtzeitgrafik hin zu typischen Motiven traditioneller Filmanimation, indem das mimetische Verhalten der Linien durch das Potential digitaler Bewegungssimulation bereichert und mit Stoptrickaufnahmen von gemalten Farbkompositionen kombiniert wird."
(Claudia Rohrmoser, Kotoka Suzuki)
Mit freundlicher Unterstützung des DAAD Berlin und des.
Musik Kotoka Suzuki
Video und Animation Claudia Rohrmoser
Echtzeitgrafik Rainer Kohlberger
Audio und Video Processing Gerhard Daurer
Technik:
3 Mikrofone
1 oder 2 Beamer
1 oder 2 Mac G5
1 Digitalkamera (mit Monitor für die Pianistin)
von "Kreisen Project", Rohrmoser/Suzuki (2004)
Uraufführung:
Ultraschall Festival (DeutschlandRadio), Berlin mehr kommt bald. . .
25/26 Januar 2007
Mit freundlicher Unterstützung des 
und

Studio für Elektronische Musik an der TU Berlin, Berliner Künstlerinnenprogramm
Kontakt:
Heather O'Donnell
tel: ++49(0)30 243 77044
email: h_odonnell at yahoo dot com
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